weiterlesen
Fachanwälte für Steuerrecht

Influencer

auch

Blogger
Youtuber
Instagrammer

Erläuterung

Influencer verkaufen auf Ihren Kanälen veröffentlichten Produktrezensionen oder Sponsored Posts und erhalten von Werbekunden dafür eine Gegenleistungen. Diese besteht in Geld oder Sacheinnahmen durch die Überlassung von Gegenständen, Geschenken oder auch Reisen. Auch die Finanzverwaltung hat ein Auge auf Influencer.  Am 08.Mai 2020 hat die Sondereinheit zentrale Steueraufsicht (Online-Taskforce) des Bayerischen Landesamts für Steuern einen FAQ-Katalog für Influencer herausgegeben.

Sie wissen nicht, wie Sie vorgehen sollen? Die ganze Thematik um die Steuer und das Finanzamt ist Ihnen zu komplex? Sie schieben das Problem schon zu lange vor sich her? Das lösen wir!

Influencer und Einkommensteuer

Wer seine Tätigkeit auch als Influencer ausübt und dafür eine Gegenleistung erhält, erzielt steuerpflichtige Einkünfte aus Gewerbebetrieb nach § 15 EStG. Die Gewinnerzielungsabsicht liegt vor, wenn die erwirtschafteten Einnahmen höher sein sollen, als die Ausgaben. Nach der Anmeldung beim zuständigen Gewerbeamt, müssen Influencer den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen. Diesen müssen sie innerhalt eines Monats nach Beginn der Tätigkeit wieder an das zuständige Finanzamt zurücksenden. Der Fragebogen ist auch auf der Homepage der Finanzämter zu finden. Der Fragebogen klärt zentrale Punkte der Einkommensteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer. Auch wird die Höhe der Steuervorauszahlungen geklärt. Der Influencer kann schon hier mit falschen oder unrichtigen Angaben den Tatbestand der Steuerhinterziehung nach § 370 AO erfüllen.

Die Berechnung im Rahmen der Einkommensteuer erfolgt durch eine Einnahmen-Überschussrechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG. Der Gewinn ist die Differenz zwischen Betriebseinnahmen und –ausgaben. Influencer, die ihre Einkommensteuererklärung nicht fristgerechte abgeben, können hierbei den Tatbestand der Steuerhinterziehung nach § 370 AO verwirklichen. Die Bußgeld- und Strafsachenstelle oder die Steuerfahndung leiten in der Praxis ohne weiteres ein Steuerstrafverfahren ein

Wie gehe ich mit Gratisprodukten und Geschenken um?

In der Regel erhalten Influencer Produkten und Gegenständen oder auch durch den Werbepartner bezahlte Aufenthalte in Hotels, Restaurants oder auf Reisen. Der Influencer muss diese als steuerpflichtige Sachzuwendungen natürlich versteuern. Denn alle Einnahmen, die nicht in Geld bestehen, sind Sachzuwendungen. Hier kann der Werbepartner die pauschalisierte Lohnversteuerung wählen. So kann das Problem umgangen werden.

Die Gewerbesteuer und Umsatzsteuer muss von Influencern auch beachtet werden!

Für die Steuer kommt es auf die Aufnahme der Tätigkeit an. Dies muss der Influencer bei jedem neuen Auftrag und Kunden prüfen. Gewerbesteuer fällt für Influencer erst ab einem Gewerbeertrag von 24.500,00 Euro an. Der Gewerbeertrag berechnet sich aus dem Gewinn nach dem Einkommensteuergesetz (Einkünfte aus Gewerbebetrieb nach § 15 EStG. Dieser wird um bestimmte gewerbesteuerliche Hinzurechnungen erhöht, wie zum Beispiel gezahlte Schuldzinsen für Kredite oder geleistete Mietzahlungen. Zudem wird der Betrag um bestimmte gewerbesteuerliche Kürzungen vermindert, wie zum Beispiel die geleisteten Spenden und Mitgliedsbeiträge.

Jeder am Markt auftretende Influencer ist als Unternehmer umsatzsteuerpflichtig! Daher muss mindestens eine Umsatzsteuerjahreserklärung abgegeben werden, wenn nicht sogar vierteljährliche oder monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen. Einen Ausweg gibt es für Kleinunternehmer nach § 19 UStG. Damit erhalten Influencer vielerlei Vereinfachungen. Um Kleinunternehmer zu sein, darf der Umsatz aus jeglichen unternehmerischen Aktivitäten im vorangegangenen Kalenderjahr Euro 22.000,00 nicht überstiegen haben. Zudem darf der Umsatz im laufenden Kalenderjahr Euro 50.000,00 voraussichtlich nicht übersteigen.

Steuerstrafrecht bei Influencern

Influencer sind Verpflichtet eine Einkommensteuererklärung, Umsatzsteuererklärung und Gewerbesteuererklärung abzugeben. Wird keine Erklärung abgegeben, so kann der Tatbestand der Steuerhinterziehung nach § 370 AO erfüllt sein. Es genügt schon, wenn die Steuer nicht, nicht in der richtigen Höhe oder nicht rechtzeitig festgesetzt wurde. Es drohen dann eine Geldstrafe oder noch schlimmer eine Freiheitsstrafe, Strafzinsen, Kontenpfändungen, Mitteilung an Werbepartner und noch vieles mehr. 

Daher muss sich jeder Influencer mit dieser Thematik dringend auseinandersetzen! Auch durch eine strafbefreiende Selbstanzeige / Nacherklärung kann die Steuerhinterziehung vermieden werden. Die Voraussetzungen des § 371 AO müssen dringend eingehalten werden! Wir von Dinkgraeve Rechtsanwälte vermeiden für Sie die Fehlerquellen und Risiken bei einer Selbstanzeige und Nacherklräung. Damit können Sie als Influencern Ihr Hobby wieder einfach auszuüben und behalten den Durchblick in das deutsche Steuerrecht.  

Sehe Sie hier den Beitrag von Rechtsanwalt Maximilian Krämer auf Legal Tribune Online zum Thema "Müssen Influencer Steuern zahlen?".

Ihr einfacher Weg zu uns: Ich möchte unverbindlich per E-Mail Kontakt aufnehmen! oder Rufen Sie uns jetzt telefonisch an: 089/273740-110


zurück

 
DINKGRAEVE RECHTSANWÄLTE PARTNERSCHAFTSGESELLSCHAFT mbH

Adalbertstraße 110
80798 München

Telefon +49 89 273 740 110
Telefax +49 89 273 740 111

info@dinkgraeve.eu

Kontakt · Impressum · Datenschutz

Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

×ausblenden